Ihr Arzt

Ihr Arzt ist die erste Anlaufstelle, wenn Sie Fragen zu Ihren Medikamenten haben. Er unterstützt Sie dabei, das Beste aus Ihrer Behandlung zu machen.

Warum gute Kommunikation mit Ihrem Arzt wichtig ist

Ein gutes Verhältnis zwischen Arzt und Patient ist die Grundlage für eine gute Gesundheitsversorgung. Die Forschung zeigt: Patienten, die sich aktiv um ihre Gesundheit kümmern und mit dem Arzt zusammen arbeiten, sind insgesamt zufriedener mit ihrer Behandlung. Sie machen sich weniger Sorgen und haben eher das Gefühl, ihre Behandlung gut unter Kontrolle zu haben.1

Ein gutes Verhältnis zu Ihrem Arzt zu haben bedeutet vor allem, dass Sie ihm vertrauen. Vertrauen ist wichtig, um Ihrem Arzt ehrlich und offen mitzuteilen, wie Sie sich fühlen und die Fragen zu stellen, die Sie wirklich klären möchten.

Eine vertrauensvolle Beziehung zu Ihrem Arzt kann Ihnen auch dabei helfen, Sorgen abzubauen und entspannter zu sein. Dann ist es natürlich auch leichter, neue Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten.

Das macht den Unterschied

Natürlich gehören zu einer guten Arbeitsbeziehung immer zwei. Daher finden Sie hier nützliche Vorschläge, die Ihnen helfen können, ein gutes Verhältnis zu Ihrem Arzt aufzubauen und damit die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung zu schaffen:

  • Informieren Sie sich über MS. So können Sie gezielter fragen.
  • Bereiten Sie sich gut auf Ihre Arzttermine vor.
  • Seien Sie offen und ehrlich – Ihr Arzt kann Ihnen nur helfen, wenn er genau Bescheid weiß.
  • Nehmen Sie Ihre Medikamente wie vorgeschrieben ein. Sollte es damit Probleme geben, reden Sie mit Ihrem Arzt darüber – nehmen Sie keine Änderungen auf eigene Faust vor. Zu einer guten Beziehung gehört auch, sich an Abmachungen zu halten.

Glauben Sie an sich!

Vergessen Sie bitte nicht: Auch wenn es Ihnen manchmal schwer fällt, bestimmte Fragen zu stellen oder darum zu bitten, Informationen nochmals zu wiederholen – Ihr Arzt steht auf Ihrer Seite!

Ihr Arzt möchte das Beste für Sie und Ihre Gesundheit. Wenn Sie also Sorgen oder Fragen haben, fragen Sie – auch dafür ist Ihr Arzt da. Um in der Sprechstunde an alle Sorgen und Fragen zu denken, kann es hilfreich sein, sich im Vorfeld Notizen zu machen. Oder nehmen Sie eine Vertrauensperson als emotionale Unterstützung mit.

Hilfreiche Techniken für Ihr Arztgespräch

Wenn Sie es schwierig finden, mit Ihrem Arzt über bestimmte Themen zu sprechen, helfen Ihnen vielleicht folgende Tipps:

  • Machen Sie sich vor dem Gespräch Notizen: Notieren Sie sich alle Fragen, die Sie haben, sowie Einleitungssätze, um auf das Thema zu kommen (z. B. "Ich wollte Sie fragen, warum …", "Könnten Sie mir bitte nochmal erklären, warum … ")
  • Versuchen Sie es auch einmal mit einem Rollenspiel (mit einem Freund oder Familienmitglied) – so können Sie üben, was Sie dem Arzt sagen möchten
  • Nehmen Sie Ihre schriftlichen Aufzeichnungen mit (z.B. Ihr Tagebuch), um sie mit Ihrem Arzt durchzugehen
  • Haben Sie keine Angst, Entscheidungen Ihres Arztes zu hinterfragen. Fragen Sie zum Beispiel: "Herr Doktor, ich weiß, was Sie über X sagen, ich frage mich nur, ob ..."
1 Brody DS et al. Patient perception of involvement in medical care: relationship to illness attitudes and outcomes. J Gen Intern Med 1998, 4:506-511.